LINES


RE:LIGHT, internationales Lichtkunstfestival,
Museum der Bayerischen Geschichte,
Regensburg, DE

Linien sind omnipräsent in unserem Leben. Sie können trennen oder verbinden, definieren oder auflösen, öffnen oder schließen. Sie sind grundlegend und richtungsweisend, steuern unser Denken und unsere Orientierung und sind Mittel unserer formalen Ausdruckskraft.
In der Typographie definiert die Linie die Formen der Zeichen, die Zeilen der Texte.
Anders als der Punkt oder die Fläche, genügt ihr nicht der Moment oder der umgrenzte Raum. Sie ist Ausdrucksmittel der Zeit, des BewegtSeins und der Dramaturgie. Die Linie ist immer eine gleichzeitig trennende, verbindende und pulsierende Grenze zwischen Räumen und Zeiten.
Die Auseinandersetzung mit der Linie scheint prädestiniert für eine Arbeit auf der Fassade des Museums für bayerische Geschichte mit seiner fein rhythmisierenden, vertikalen Textur aus keramischen Platten und Stäben. Eine Wand aus lauter Linien und ein Ort, dessen Aufgabe und Anspruch es ist, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen zu führen.
Neben der Arbeit DOTS FOR ADELAIDE (Adelaide 2015) und der Arbeit KALEIDOSKOP ABSTRAKT auf der Fassade des Großen Sendesaals des NDR (Hannover 2018), komplementiert die Arbeit LINES für Hartung und Trenz die Trilogie einer Auseinandersetzung mit den drei Grundelementen der grafischen Gestaltung: Punkt, Linie und Fläche.