Detlef Hartung – Georg Trenz


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TEMPORA MUTANTUR
anlässlich der Ausstellung Scheinwerfer Teil 2
im Kunstmuseum und der Stadt Celle,
kuratiert von Robert Simon,
Turm der Stadtkirche St. Marien, Celle

 


 

„Tempora mutantur, et nos mutamur in illis.”
„Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen”

Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert
 

Bespielt werden zwei, nahezu quadratische Felder auf der West– und der Nordseite des Turmes, knapp unterhalb der Kirchturmuhren. Das Rundbogenfenster auf der Westseite des Turmes wird leicht angeschnitten. Die projizierten Felder öffnen sich nur zeitweise, jalousienartig. Es ist als würde röntgengleich der Blick freigegeben auf das Innere des Turmes. Wie im Räderwerk einer Uhr ticken Silben, kreisen Worte, verschieben sich Textfragmente zueinander. Vereinzelt erkennt man lesbare Begriffe wie ZEIT RAUM MENSCH GLAUBE. Dann entschwinden sie im transparenten, sich ständig bewegenden, sich gegenseitig antreibenden typographischen Gefüge. Die Lichtfelder schließen sich wieder, öffnen sich erneut, geben an anderen Stellen Einblicke frei. Die Zeit ist ein Wort. Die Arbeit Tempora mutantur spielt mit der Idee der Synonymie von Schrift und Zeit. Wie die Zeiten sich ändern, ändern sich auch Sprache und Schrift und wie uns die Zeiten verändern, verändert uns auch Sprache und Schrift. Schrift als ewiges Movens unserer Veränderungen, sichtbar gemacht als pulsierendes „Schriftwerk” auf dem Stadtkirchturm in Celle.
 


 

 

 

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