Detlef Hartung – Georg Trenz


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SPIELRAUM
im Rahmen der Lichtrouten 2013, internationales Forum für Licht in Kunst und Design,
kuratiert von Bettina Pelz und Tom Groll,
Allen Haus, Sternplatz, Lüdenscheid

 

 

 

Georg Trenz und Detlef Hartung beschäftigen sich in ihrer Licht–Text–Projektion SPIELRAUM, in der Lüdenscheider Innenstadt am Sternplatz mit dem Phänomen dieses Begriffes. In sieben Einzelsequenzen loten sie auf zwei Kubusflächen des Allen Hauses, einem white cube nicht unähnlich, formal und inhaltlich den SPIELRAUM verschiedener Ideen und Schlagworte aus: Um den SPIELRAUM von Stadt geht es dabei ebenso wie um den SPIELRAUM von Macht, Welt, Freiheit, Flucht, Leben, von Zeit oder von Sprache. Die Begriffe kreisen um ihre Konnotationen, ergreifen mit der ihnen innewohnenden Dynamik Raum und Flächen, ständig in der Begegnung mit dem omnipräsenten Begriff SPIELRAUM. Bewegungsmuster und Raumkonzeption der jeweiligen Animation sind inspiriert von diesen Korrespondenzen.


 

Was den SPIELRAUM auf den ersten Blick so harmlos, naiv und unpolitisch erscheinen lässt ist das SPIEL. Es ist kindlich, zweckfrei, vergnügt und gesellig. Der RAUM hingegen gibt die Grenzen vor, strukturiert und kontrolliert das SPIEL. Er, das Kopfwort, spielt den Bösen, den Widerpart in diesem scheinbar paradoxen Kompositum. Freiheit und Begrenzung, Weite und Enge, Fantasie und Realität sind Antonyme die dem SPIELRAUM immanent sind. Im engeren Sinne ist der SPIELRAUM eine Marge, ein Unterschied eine Differenz. Wenn man so will ist er der freie, nicht definierte, umgekehrte Raum zwischen zwei definierten Positionen. Also ein Negativum und so gesehen eine durchaus ernste und ernsthafte Angelegenheit, nicht harmlos, naiv oder unpolitisch.


 

 

Er ist weder Subjekt, noch Objekt, sondern ein Dazwischenliegendes.
Er ist die Anarchie jenseits der geordneten Dinge. Er ist das Plus und das Minus. Er entzieht sich der Wertung, ist Schaden und Nutzen zugleich. In der Produktion und Reproduktion wird der SPIELRAUM zum Entwickler, zu Schöpfer und Creator. Die Unschärfe der Kopie ist der SPIELRAUM der Evolution.
Wie viel SPIELRAUM liegt zwischen dem ich und dem du, zwischen Wahrnehmung und Projektion?
Die Kunst der Projektion ist die Kunst diesen SPIELRAUM zu nutzen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Festival vom 27.9. – 16.10.2013 hatte ca. 45.000 Besucher.
Technik: 2 Kanal Videoinstallation, Watchout von Dataton
Technik und Support von Michael Lang Medientechnik.

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