Detlef Hartung – Georg Trenz


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WASSER (I und II)
125 Jahre Alexianer Münster,
Fassade Haupteingang und Wasserturm, Münster

 


 

Wasser ist mehr als ein symbolisches Element in der christlichen Ikonographie. Als Taufelement drückt es ein “Danke für das Leben” aus. Es markiert den Beginn und den Kreislauf allen Lebens. Es nährt und stillt den Menschen und kann ihn vernichten. Seiner Flexibilität und Weichheit kann das härteste Material nicht wiederstehen. Viele andere christliche Symbole stehen in Beziehung zu Wasser. Der Fisch als Christuszeichen, oder auch der Wasservogel Pelikan, der als antikes Symbol seine Jungen mit Blut füttert, ein anderes Bild für den sich aufopfernden Christus, das heute ganz allgemein für den Dienst am bedürftigen Menschen steht.
Die Funktion des Wasserturmes, dem Wahrzeichen von “Haus Cannen”, wird zum 125jährigen Jubiläum der Anlage wieder nach außen hin sichtbar gemacht.
 


 

Von unten nach oben, von den Hauptgebäuden zur Spitze des Wasserturms strömen Tätigkeitsbegriffe der Nächstenliebe, des Helfens, Sorgens oder Pflegens. Kurz vor der Spitze des Turmes stauchen sich die Begriffe. Dieses Lichtfeld schwingt und kräuselt sich wie eine Wasseroberfläche. Die Wasser–Licht–Strömung wird immer dichter und immer umfangreicher. Das Becken füllt sich. Schließlich ist der ganze Turm ein Lichtermeer der helfenden Begriffe. Ein Leuchtturm der Nächstenliebe.
Die Schleusen werden geöffnet. Der Turm leert sich, das Wasser, die Wörter fließen zurück in die Gebäude der Alexianer. Das Strömen beginnt von Neuem.
 


 

Symbolisch für das sich Öffnen und das Wirken der Alexianer in der Gesellschaft sprühen, wie vereinzelte Wasserfontänen eines Springbrunnens, Schlüsselbegriffe des Alexianischen Leitbildes über die Eingangsfassade. Der Eingangsbereich, der achsensymmetrisch zum Pelikanbrunnen steht, wird zur befruchtenden Quelle Alexianischer Motive und Ideen.
 


 

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