Detlef Hartung – Georg Trenz


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Einleuchten
Ausstellung von Waltraud Cooper, Hartung und Trenz im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon
Celle

 


 

Detlef Hartung Georg Trenz schaffen in typografischen Projektionen mehrschichtige Lichtflächen durch raffinierte Überblendungen. Dabei entstehen mit weißem Licht geschriebene, dreidimensionale Texträume, die sich nicht nur lesen lassen, sondern mit dem ganzen Körper durchschritten und erfahren werden. Die Struktur der Texte verändert sich, sobald der Körperschatten des Betrachters Teile der Projektion verdunkelt. Je nach Standort und Bewegung der “Leser” bilden sich dynamisch wechselnde Konstellationen aus Sätzen und Wörtern. Abseits von grammatischer und logischer Ordnung eröffnen sich so neue Bezugsebenen und Bedeutungslandschaften. Der ursprünglich statische Text verliert seine scheinbare Eindeutigkeit, wird aufgebrochen und eröffnet immer wieder neue Lesarten und Freiräume für Gedankenspiele.
 
BLINDTEXT, 2004/2012
(11 Diaprojektoren, 11 Dias, Podeste, Kabel)
Bisher nur einmal gezeigt in der Galerie Seippel, Köln, Ausstellung Black Box, 2004
 
Die Arbeit BLINDTEXT zeigt jeweils ein Textzitat von Katharina Fritsch, Jean Paul Sartre und Platon. Beim Eintreten des Betrachters in die typographische Projektion aus elf Diaprojektoren werden durch seinen Schatten Teile des Textes abgedeckt, während andere Textfragmente im Schattenbereich sichtbar bleiben. Der Schatten bewegt sich in verschiedenen Textebenen und interpretiert die Texte dabei stets aufs Neue.
 


 

 

SPLENDORIS NOCTURNI, 2007/2012
8 Diaprojektoren, 8 Dias, Podest, Kabel
Bisher nur einmal gezeigt in der Galerie Seippel, Köln, Ausstellung Blick Halten, 2007
 
In Form einer optischen Blende wird der seriell gesetzte Text: GERADE SCHEINT DIE SONNE von acht Diaprojektoren überlagernd projiziert. Tritt der Besucher in die Projektion werden dabei einzelne Textebenen freigelegt und der eigene Schatten in der Krümmung der “Iris” fragmentiert.
 
Dieser Satz GERADE SCHEINT DIE SONNE arbeitet mit der Doppeldeutigkeit der deutschen Wörter “gerade” und “scheinen”.
Gerade kann als kerzengerade, linear, aber auch als soeben oder jetzt übersetzt werden. Scheinen meint sowohl strahlen, leuchten, als auch so tun als ob, vortäuschen oder den Anschein erwecken. Die Bedeutung von GERADE SCHEINT DIE SONNE bewegt sich somit zwischen konträren verschiedenen Interpretationsebenen.
Es ist ein Prinzip der Arbeiten von Trenz / Hartung die nur scheinbare Eindeutigkeit von Sprache vorzuführen, und alle entstehenden Konnotationen in die Gesamtwirkung einer Arbeit zu integrieren.
 


 

 

 

 

 

LICHTUNG, 2012
Videoinstallation, Beamer, Mediaplayer, Kabel, Podest, Halterung
 
Auf dem Straßenpflaster hinter dem Kunstmuseum Celle erscheinen mit der anbrechenden Dunkelheit immer wieder abwechselnd Wörter, Komposita aus “Licht”. Lichtwörter, die plötzlich auftauchen, den Raum erkunden, sich formieren, gruppieren und Schwärme bilden, um dann in Richtung Innenstadt, dem Muster des Straßenpflasters folgend, am Rande des Platzes im Untergrund zu verschwinden.
Die animierte Projektion, eine Art leuchtende Wortfeldforschung hat zu tun mit der Frage, wie wir Licht sehen und verstehen, welcher Wortschatz uns dafür zur Verfügung steht.
 


 

 

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