Detlef Hartung – Georg Trenz


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EIN & ALLES
Ökumenischer Kirchentag,
Matthäuskirche, München


 

 

Die Linguistik kennt den Begriff des Singularetantum. Damit ist das seltene Phänomen gemeint, das Wörter ausschließlich im Singular verwendet werden. Meist bezeichnen sie Unzählbares, oder Abstraktes, wie der Schnee, der Sand, die Liebe, das All.
 


 

Die Arbeit zum ökumenischen Kirchentag in München in der Evangelisch-Lutherischen Bischofskirche St. Matthäus gilt diesen Singularetantums. Das Wort, in den Altarraum projiziert, wird von einer stillen Explosion zerstört. Die zersplitternden Wortteile greifen den konstruktivistischen Formenkanon des Altarbildes auf, werden in Zeitlupentempo in den Kirchenraum geschleudert, kehren zurück, finden wieder im Chor zueinander und formen neue Wörter, die eine, das gesamte Altarbild bedeckende Textur bilden. Nach einer gewissen Zeit zerstört sich auch diese Fläche, die Fragmente schwirren auseinander, durchkreuzen die Kirche, werden erneut vom Altarraum angezogen und fügen sich zu einem neuen Einzelwort zusammen.


 

 

Ein Zyklus aus Werden und Vergehen, aus sich Trennen und neu Zusammensetzen, der als Sinnbild für die Suche nach Wörtern und Bildern für das Unsagbare, das Nicht–Abzubildende, das Unzählbare und Abstrakte steht und gleichzeitig den Altarraum als Ort der Empfangens und Verkündens reflektiert.
 


 

 

 

 

 

 

 

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