Detlef Hartung – Georg Trenz


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ORA ET LABORA
Son et Lumière im ehemaligen Zisterzienserkloster,
Tenne, Kloster Fürstenfeld


 

Die Stundengebete der Mönche prägen ihren gesamten Tagesablauf. Entsprechend dem Wort des Propheten: “Siebenmal am Tag singe ich dein Lob” (Ps 119,164), formuliert der hl. Benedikt, der Begründer des westlichen Mönchtums in Kapitel 16 seiner Mönchsregel:
“Diese geheiligte Siebenzahl wird von uns dann erfüllt, wenn wir unseren schuldigen Dienst leisten zur Zeit von Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet.” (RB 16,2)
Zu diesen sieben Gebetszeiten am Tage kommen noch die Gebetszeiten der Nacht, die sogenannten Vigilen. Eine weitere wichtige Lebensregel vieler Mönche war auch das Losungswort der Benediktiner
ora et labora (bete und arbeite).
Über die Tennenrampe wurde der Besucherstrom in einer Richtung durch den gesamten Dachstuhl bis zu einer seitlichen Abstiegstreppe geleitet. Das Durchschreiten der Holzbalkenkonstruktion diente als Analogie zum Tagesablauf der Mönche. Die Längsachse wurde durch die versetzte Projektion der Gebetszeiten an die Balken und die Tennendecke in sieben Abschnitte gegliedert. Beginnend mit dem Wahlspruch ora et labora waren die seitlichen Kojen der Tenne mit imperativen Handlungsanweisungen beschrieben: wie z. B. esse und trinke, frage und antworte, hege und pflege, mache und tue, höre und staune, nehme und gebe, lache und weine, teile und herrsche.

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 
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